Liebe
Eierndes O Herz, hörst du das Morgenraunen unter der Haut der Dinge? Wir gingen, schwer mit uralten Schatten, und brachen unsere eigenen Flügel In der Nacht stiller Ängste - Und doch, im Wesen des Blutes, zitterte das Versprechen einer anderen Welt bereits. Wie die Raupe, die heimlich von ihrem Himmel träumt, Lassen wir die Rüstung der gelbbraunen Tage zurück, Dieses raue Reich, wo jeder den anderen beobachtet Wie ein Echo ihrer Wunden. Wir reißen den dunklen Schleier Der Raubtiere, Und unsere Körper spalten sich mit neuer Klarheit. Dann, im Tumult der Adern, Erhebt sich ein Schmetterling - Ein Volk von Schmetterlingen sogar - Mit Flügeln, gewebt aus Mitgefühl. Wir lernen schließlich Die Erschütterungen des anderen, Die wandernden Tränen des anderen, Und diese seltsame Brüderlichkeit, Die im Zentrum des Schmerzes neu geboren wird. Öffnet die Türen! Lasst unsere Seelen harmonisieren, Lauten, die unter dem Berührung des Lichts vibrieren. Denn das Licht ist nur Liebe, Unter den Menschen verstreut Wie ein Regen aus Gold auf verbrannten Ländern. Kommt schon, Brüder, Schwestern, Erleuchtet die Wege, die Führen Von einem Herzen zum anderen; Baut in Stille Unser inneres Zuhause Wieder auf Mit Steinen der Klarheit. Und möge jeder Schritt in der Welt Ein Aufstieg zur großen Sonne sein: Wo Seelen endlich Gemeinsam emporsteigen.
